Ist die Zukunft weiblich?

Eine sehr persönliche Botschaft und ein Appell.

Wenn Du lieber liest:

Hi,

vielleicht geht es Dir ja wie mir.

Ich stelle mir zurzeit täglich eine Frage, und das mehrfach:

Was ist nur los mit dieser Welt?
Was ist nur los, was ist passiert mit den Menschen auf dieser Welt?

Kinder gehen auf die Straße, um uns wach zu rütteln, endlich das Naheliegendste und Selbstverständlichste zu tun – unser aller, aber vor allem die Existenz unserer Kinder und Enkel auf längere Sicht als nur bis zum Ende des Jahrzehnts zu sichern.

Ja, auch ich gehöre zu der Generation, die sich heute den Vorwurf gefallen lassen muss, zu wenig bis nichts getan zu haben, um die offensichtlichen dramatischen Veränderungen aufzuhalten. Auch ich habe die Tragweite dessen, was sich seit Jahrzehnten anbahnt unterschätzt. Habe mich auf `die Profis´ verlassen.  Auf die, die es – wie ich dachte – besser wissen sollten als ich, was ansteht und zu tun ist, um den Planeten und damit uns als Spezies Mensch zu schützen. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass Profitstreben und Gier nach dem, was man Wachstum nennt und doch Mehr-von-demselben ist, so dermaßen die Oberhand gewinnen konnte, dass es unumkehrbare tödliche Folgen für viele Arten und letztendlich für uns alle haben kann. Wenn wir nicht endlich… ja was eigentlich?

In dem außerordentlich informativen und aufrüttelnden podcast `Klimaneutralität´ von Forschergeist (Link unten in den Shownotes) wird klar – es wird alles nicht reichen. Es wird nicht reichen, auch wenn wir ab morgen alle kein Fleisch mehr essen würden. Es wird nicht reichen, wenn wir alle ab morgen nicht mehr Autofahren, nicht mehr fliegen und nicht mehr heizen würden. Was aber dann?

Menschen handeln wie sie denken

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Menschen zu dem werden, was sie sind. Und ob unsere Eigenschaften und Charakterzüge unverrückbar sind. Oder andersherum, wie wir unser Denken und Handeln verändern und uns entwickeln und persönlich wachsen können. Und ich frage mich zunehmend, wie es kommen konnte, dass wir die Verbindung zu unserer Intuition verloren haben. Unser tiefes Gefühl für das, was uns schadet und das, was uns gut tut und uns erhält – und uns entsprechend handeln lässt.

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich den beeindruckenden Dokumentarfilm `Insaei – Die Kraft der Intuition´ gesehen. Darin wird von `Sinnesdaten´ als der inneren Weisheit gesprochen und davon, dass unser intuitives Wissen der Information von außen gewichen ist und die Kreativität der Rationalität. Was mir besonders gut in Erinnerung geblieben ist, ist die Aussage von Malidoma Somé, einem westafrikanischen Schriftsteller und spirituellen Lehrer. Er sagt zum einen, dass der Lärm der Außenwelt den Klang der inneren Stimme überdeckt. Und dass wir uns so von unserer Intuition und somit von uns selbst und der Welt um uns herum entfernen. Und das Mit-Gefühl für uns und unsere Mit-Menschen verlieren.

Und noch eine Aussage hat mich zutiefst erschüttert. Er sagte, dass sich unser Entfernen von Mutter Erde in der Respektlosigkeit und der Gewalt gegenüber dem Weiblichen spiegelt, was täglich überall auf der Welt geschieht. Und wörtlich: „Wie weit kann man gehen, die Mutter zu verletzen, die uns Leben gab? Solange die Weiblichkeit unterdrückt wird, ist unsere Verbindung zu Mutter Erde in Frage gestellt.“

Wohin also, frage ich mich, hat uns die dominante Männlichkeit gebracht? Und wo wären wir heute, hätten die Mächtigen dieser Welt mehr ihre weibliche Seite eingesetzt und auf ihre Intuition gehört?

Ist die Zukunft weiblich?

Bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass es mehr weibliche Eigenschaften und Fähigkeiten in der Welt braucht? Was wäre, wenn wir mehr im Gefühl und weniger im Kopf leben würden? Wie würde sich das auf unser Leben, auf unsere Gesellschaft und auf all die großen Herausforderungen der nächsten Jahre auswirken?

Ich meine, was wir jetzt brauchen ist mehr Mitgefühl statt Gleichgültigkeit.
Mehr Respekt statt Egoismus.
Mehr Bewusstheit statt Oberflächlichkeit.
Mehr Intuition statt Information.
Mehr Gemeinschaft und Liebe statt Machtstreben und Abgrenzung.
Mehr Wir statt Ich.

Mehr Weiblichkeit.

Wo sind sie also, die Menschen, die uns Antworten geben können auf die drängendsten Fragen, die jetzt gestellt werden müssen? Die Menschen, die ihre Intuition noch nicht verloren haben und sich von ihren `Sinnesdaten´ leiten lassen. Und endlich das tun, was jetzt getan werden muss? Sind es die Frauen, die die Erde retten können? Beziehungsweise unsere Existenz auf diesem Planeten, denn die Erde braucht uns nicht wirklich. Sie wird sich irgendwann erholen von dem Virus Mensch. Sie hat im wahrsten Sinne des Wortes – alle Zeit der Welt. Wir nicht.

Meine feste Überzeugung ist, dass wir Frauen einen großen Teil dazu beitragen können und sollten, dieses zerstörerische und menschenfeindliche Karussell anzuhalten und auszusteigen. Lasst uns lauter, aktiver, fordernder werden und es nicht mehr zulassen, dass die Gier, Respektlosigkeit und Ignoranz, mit der unsere Mutter Erde behandelt wird, unser aller Zukunft bedroht.

Aktivieren wir jetzt unsere besonderen weiblichen Kräfte und Stärken.
Werden wir uns klar darüber, wer wir sind und was wir können.
Werden wir uns unserer Werte, Überzeugungen und Fähigkeiten bewusst.
Werden wir uns-selbst-bewusst im besten Sinne.

Wir Frauen sind in der Lage, ganze Generationen zu selbst denkenden und klug  entscheidenden Menschen heran zu ziehen. Sie mit unseren tiefsten Werten und Überzeugungen in Kontakt zu bringen, damit sie verantwortungsbewusste, mitfühlende Menschen werden. Damit ihnen bewusst wird, dass sie Teil einer Welt-Gemeinschaft sind und auch so handeln müssen.

Der Neurobiologe Professor Gerald Hüther legt sehr eindringlich nahe, dass wir die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam meistern werden.
„Wir werden auf diesem Planeten nur dann überleben, wenn es uns gelingt, ein Verbundenheitsgefühl bei allen Menschen (wieder) zu wecken.“… Erst wenn uns der blaue Planet am Herzen liegt, wir uns mit ihm verbunden fühlen, werden wir und die Generation unserer Kinder Verantwortung übernehmen können.“

Das alles wird nicht leicht sein und auf so manchen Widerstand stoßen.
Aber Hand aufs Herz – welchen besseren Grund gibt es, die eigenen Möglichkeiten und Stärken für das Wichtigste einzusetzen – unser Leben. Und das der Generationen nach uns.

Wir dürfen nicht weiter Zaudern, Zögern, Zeit verschwenden.

Tu was Du kannst, mit allem was Du hast, wo immer Du bist.
Theodore Roosevelt

Ein gutes Motto, um ins Tun zu kommen, findest Du nicht?

Denn in den Moment, in dem wir anfangen, beginnt die Welt, sich zu verändern.

Die Links aus dem Beitrag:

Forschergeist:
https://forschergeist.de/
ein Projekt des Stifterverbandes, einer Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft. Er tritt dafür ein, die deutsche Bildungs- und Forschungslandschaft nachhaltig zu verbessern

Insaei – die Kraft der Intuition
Trailer:https://www.geo-television.de/cms/innsaei-die-kraft-der-intuition-4121691.html

Prof. Dr. Gerald Hüther in Awake2Paradise
https://www.youtube.com/watch?v=VkPsOLRyy8I&fbclid=IwAR19WtJ0ORJTA_alPn93PM9qM9EQVvR8ZRT03SF4MPhT9pnmA8Vomc_peCY

2 Kommentare

  1. Liebe Christiane,
    dankeschön für diesen Podcast. In kleinen feinen Zügen sehe ich bereits das neue ‘Weibliche’. Mag sein dass der Prozess etwas langsam von statten geht. Jahrzehnte des Patriarchat braucht halt seine Zeit zum Umdenken. Ich habe -durch die Dinge die hier auf Mutter Erde schief laufen- gelernt geduldig zu sein. Das in meiner Macht liegende – lieber sag ich ja *Schöpferkraft – umzusetzen. *Schöpferkraft ist weniger negativ behaftet (musste ich feststellen). Wenn nun noch mehr Menschen das tun, dann sind wir auf dem richtigen Weg. By the Way: Das Weibliche kommt aus astrologischer Sicht über die Anden.
    Grundsätzlich bin ich bei Deiner Aussage über das Verbunden sein bei Dir. Frauen und Männer können nur gemeinsam Veränderung herbeiführen.

    Herzlichen Gruß
    Claudia

    Antworten
  2. Liebe Claudia,
    lieben Dank für Deinen Beitrag.
    `Schöpferkraft´ gefällt mir sehr gut. Ich bin ganz bei Dir, je mehr Menschen – auch Männer – ihr weibliche Seite erkennen und sich trauen auch einzusetzen, umso mehr Verbundenheit miteinander und mit der Natur wird möglich sein.
    Lieben Gruß
    Christiane

    Antworten

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